Treffen über Sozial Pastorat in Bochum

 

Vom 20. bis 22. März tagte die Arbeitsgruppe für Sozial Pastoral der Konferenz Europa in Bochum (D), In vergangenen Jahren waren die Treffen in Luxemburg, Barcelona, Lyon und Wien. Dies Jahr fand das Treffen in Bochum statt, weil dort 2013 eine bescheidene sozialpastorale Initiative angefangen hat, in Kooperation von Clemensprovinz CSsR, Missionsschwestern MSsR und dem Bistum in der Hustadt, am Rande der Stadt. Als christliche Minderheit in einem überwiegend muslimisch geprägten Stadtteil mit Bewohnern aus 50 verschiedenen Herkunftsländern, gehören Ökumene und interreligiöser Dialog zum Alltag.

Beim Austausch in der Arbeitsgruppe unter Teilnahme von Gästen brachte uns Fr. Marco Limberger die aus der anglikanischen Kirche stammende Initiative fresh X (fresh expressions of church) näher. Dies war für die Gruppe ebenso anregend wie die Berichte über die sozialpastoralen Aktivitäten der Teilnehmenden selbst.

Bei einem Besuch in einer Moschee und einem ausführlichen Austausch mit dem Dialogbeauftragen des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ahmed Aweimer, erhielt die Arbeitsgruppe Sozialpastoral der Konferenz von Europa bei ihrem diesjährigen Treffen einen Eindruck vom gewachsenen gegenseitigen Vertrauen über die Grenzen der Religionen hinweg. Die vom Brunnenprojekt unter Leitung von Pater Winfried Pauly CSsR gebaute Kanzel für den Gebetsraum der Moschee gibt davon ein lebendiges Zeugnis.

Für die Arbeitsgruppe war auch der anschließende Besuch in einer Flüchtlingsunterkunft eine eindrückliche Erfahrung. Die Stadt Bochum hatte 2016 zeitgleich bis zu 6.000 Flüchtlinge beheimatet.

P. Jacek Zdrzalek, Koordinator der Konferenz der Redemptoristen von Europa, der am Treffen der Arbeitsgruppe teilnahm, konnte sich davon überzeugen, dass dieser Ort sich eignet, um solidarisch in redemptoristischer Spiritualität Botschafter der Freude bei den Armen zu sein.

 

Veröffentlicht am: 2017-03-27


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