Außerordentliche Visitation in Neustadt

 

Die erste der beiden deutschsprachigen außerordentlichen Visitationen fand von 23. bis 27. April 2018 in Neustadt a.d. Weinstraße, in Deutschland, statt. Es kamen 37 Teilnehmer, 32 aus der Provinz St. Clemens (aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz) und 5 aus der Provinz  Wien-München (aus Deutschland und Österreich). Mit zwei indonesischen Mitbrüdern, die in der Provinz St. Clemens arbeiteten, waren fünf Nationalitäten vertreten. Unter ihnen waren zehn Assoziierte und Mitarbeiter der Redemptoristen.

 

 

Die Visitatoren waren die Patres Piotr Chyla vom Institut für Spiritualität und Mitglied des Rates der Konferenz Europa und Alberto Eseverri von der Generalleitung. Für Pater Eseverri war es seine sechste Visitation, für Pater Chyla seine dritte. Das bedeutet, dass sie uns mit ihren Erfahrungen aus früheren Visitationen effizient durch das Programm geführt haben. Alle Präsentationen waren auf Englisch und die Teilnehmer hatten die übersetzten Texte auf Deutsch vorliegen. Bei Bedarf wurde noch extra mündlich übersetzt. Das hat sehr gut funktioniert, weil die Provinz St. Clemens es gewohnt ist, in ihren Provinzversammlungen mit verschiedenen Sprachen umzugehen.

 

In der Einführung am Montag wurde deutlich, dass die Kongregation große Ambitionen für die kommenden Jahre hat, dass die Generalleitung - unterstützt von bestehenden und neuen Sekretariaten und Kommissionen - die Ärmel hochkrempeln muss und dass viel von den Einheiten (Klöstern Vitzeprovinzen und Provinzen) erwartet wird. Und dies vor dem Hintergrund der missionarischen Vision des Generalkapitels: Solidarität im Dienste einer Mission für eine verwundete Welt.

 

Der Exerzitientag am Dienstag war sehr hilfreich, damit die Teilnehmer "persönlich" in das Thema der missionarischen Prioritäten und Restrukturierung hineinfinden konnten.

 

Nach der Vorlage aller 52 Beschlüsse des Generalkapitels am Mittwoch wurde der Donnerstag als "Tag der Wahrheit" angekündigt. Tatsächlich wurde das Gespräch noch konkreter als es bereits war. Die Visitatoren präsentierten die Idee des Apostolischen Plans in Communicanda I und luden die Teilnehmer ein, über die Prioritäten nachzudenken. Die Gruppendiskussionen waren zuversichtlich, konstruktiv und fruchtbar. Dies galt auch für das Gespräch über die Umstrukturierung am Nachmittag.

 

Alle Inputs der letzten zwei Tage wurden zusammengefasst und am Freitag den Teilnehmern präsentiert. Die Versammlung lehnte den Vorschlag der Visitatoren ab, über missionarische und apostolische Prioritäten abzustimmen, da die Liste nicht vollständig war und einige Vorschläge und Meinungen weiterer Diskussion / Klärung bedurften. Die Teilnehmer wurden eingeladen, Thema an die aktuelle Zusammenfassung hinzuzufügen, die dann verbessert und an die Konferenzkommission für den Pastoral- und Umstrukturierungsplan gesendet wird.

 

Bei der Bewertung wurde Wert darauf gelegt, dass die Basis so intensiv in den Prozess der Kongregation einbringen können. Die Teilnehmer bedankten auch einander für die Mühe, die sie zur Teilnahme unternommen hatten. Die Visitatoren lobten die Provinzen für ihren Mut und Realismus. Sie ermutigten, weiter zu machen und ein Beispiel zu geben und die Führung zu übernehmen, auch mit Blick auf die Geschichte der Gründung der Provinz St. Clemens vor 13 Jahren. Der Provinzial Jan Hafmans unterstrich die Worte des Dankes. Er stellte fest, dass die Basis der Provinz St. Clemens den Umstrukturierungsprozess unterstützt. Der Schlussakkord war ein echtes Dankgottesdienst ("Eucharistie") mit einer inspirierenden und hoffnungsvollen Predigt von P. Eseverri.

 

Veröffentlicht am: 2018-04-29


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