Papst Benedikt billigt das Dekret über das Martyrium der Redemptoristen von Cuenca (Spanien)
Seligsprechung am 27. Oktober 2013

 

Am Donnerstag, 20. Dezember, hat Papst Benedikt XVI. die Verkündigung des Dekrets über das Martyrium der Diener Gottes José Javier Gorosterratzu und fünf Gefährten, Märtyrer aus dem Orden der Kongregation vom Heiligsten Erlöser, gebilligt.

Dieses Dekret hat endgültig den Weg geebnet für die Feier der Seligsprechung in Tarragona, Spanien, am 27. Oktober 2013.

Am selben Tag billigte der Papst auch die Verkündigung des Dekrets über Leben und Tugenden des Papstes Paul VI. (Giovanni Battista Montini), dessen Prozess bearbeitet wird von unserem verehrten und hart arbeitenden Generalpostulator P. Antonio Marrazzo, C.Ss.R.

Unsere neuen Seligen, alles Mitglieder der Kommunität von St. Felipe in Cuenca, erlitten das Martyrium im Spanischen Bürgerkrieg, der von Juli 1936 bis April 1939 wütete.

Die Gruppe besteht aus fünf Priestern und einem Bruder:

 

Rev. JOSÉ JAVIER GOROSTERRATZU JAUNARENA (1877-1936)

Rev. CIRIACO OLARTE Y PÉREZ DE MENDIGUREN (1893-1936)

Rev. MIGUEL GOÑI ARIZ (1902-1936)

Rev. JULIÁN POZO Y RUIZ DE SAMANIEGO (1920-1936)

Rev. PEDRO ROMERO ESPEJO (1871-1938)

Brother VÍCTOR (VICTORIANO) CALVO LOZANO (1896-1936)

 

Kurzbiographien:

 

Pater JOSÉ JAVIER GOROSTERRATZU JAUNARENA, C.SS.R. wurde am 7. August 1877 in Urroz (Navarra) geboren. Mit 14 Jahren trat er, gegen den Willen seines Vaters, in das Kapuziner Kolleg in Lecároz ein. Mit 16 Jahren wurde er Redemptorist, machte am 8. September 1896 seine Profess und wurde am 28. September 1903 zum Priester geweiht.

Nach einigen Jahren als Lehrer in El Espino (Burgos) und Astorga (León) lebte er in den Kommunitäten von Pamplona (Navarra), Madrid und Cuenca. Er war ein Mensch von beachtlicher Kultur wie auch ein beliebter Missionar, ein erfahrener Beichtvater und ein gesuchter geistlicher Begleiter. Er veröffentlichte zwei historische Werke und schrieb ein Handbuch der Philosophie.

Am 10. August 1936 wurde er von der Miliz der Volksfront gefangengenommen, die ihn auf den Friedhof von Cuenza mitnahm und ihn, während er seinen Henkern vergab, erschoss.

 

Pater CIRIACO OLARTE PEREZ, C.Ss.R. wurde am 8. Februar 1893 in Gomecha (Álava) in einer sehr religiösen Familie geboren. Von Kind an zu einer Berufung als Priester ermutigt, begann er am 21. September 1904 in El Espino (Burgos) die Ausbildung zum Redemptoristen und legte am 8. September 1905 sein Ordensgelübde ab.

Nach seiner Priesterweihe am 29. Juli 1917 ging er nach Mexiko als Missionar von 1920 bis 1926. Er kehrte nach Spanien zurück wegen der wachsenden antiklerikalen Stimmung im Mexiko jener Zeit. Von 1926 bis 1935 übte er seinen apostolischen Dienst in Madrid aus, in der Kommunität der Immerwährenden Hilfe.

Im Mai 1935 siedelte er nach Cuenca über. Am Abend des 31. Juli 1936 wurde er gefangen genommen und zu dem Platz mit Namen "Las Angustias" mitgenommen, wo er schwer verwundet zurück gelassen wurde, um nach langen Stunden Todeskampf zu sterben.

 

Pater MIGUEL GOÑI ARIZ, C.SS.R wurde am 27. April 1902 in Imarcoain (Navarra) geboren. Nachdem er schon als Kind seinen Wunsch Priester zu werden gezeigt hatte, sollte er am 8. September 1918 bei den Redemptoristen eintreten und am 26 August 1920 sein Profess ablegen.

Ungeachtet seiner schwachen Gesundheit und seiner schüchternen Natur wurde er am 27. September 1925 zum Priester geweiht und erwies sich als überzeugender und unermüdlicher Prediger von Volksmissionen.

Nach seinem Dienst in den Kommunitäten von Nava del Rey (Valladolid), Granada, Santander und Vigo wurde er 1932 nach Cuenca versetzt, wo er vor allem in der Redemptoristenkirche vom Hl. Philipp Neri Dienst tat. Am 31. August 1936 wurde er von der Miliz gefangen genommen, erschossen, zurückgelassen und verblutete.

 

Pater JULIÁN POZO Y RUIZ DE SAMANIEGO, C.SS.R. wurde am 7. Januar 1903 in Payueta (Álava) geboren.

Er trat 1913 in das Redemptoristenseminar in El Espino ein, wo er sehr geschätzt wurde wegen der Ernsthaftigkeit seines spirituellen Weges. Er legte 1920 seine Gelübde ab und wurde am 27. September 1925 zum Priester geweiht.

Seit 1921 litt er an Tuberkulose. Er war fähig, die Krankheit mit Ergebung anzunehmen, widmete sich dem Gebet, hörte Beichte und sorgte für die Kranken. Von gelassener Art war er viel gesucht wegen seiner Begabungen als Beichtvater und geistlicher Begleiter.

Im Jahre 1928 wurde er in die apostolische Kommunität nach Cuenca versetzt. Er ging dann in das Seminar, weil die Verfolgung ausbrach. Dort wurde er, während er den Rosenkranz betete, am 9. August 1936 gefangengenommen und an der Straße, die von Cuenca nach Tragacete führt, erschossen.

 

Pater PEDRO ROMERO ESPEJO, C.SS.R. wurde am 28. April 1871 in Pancorbo (Burgos) geboren. Er besuchte die Redemptoristen Schule in El Espino und hat schließlich am 24. September 1989 seine Profess gemacht.

Zum Priester wurde er am 29. Februar 1896 geweiht. Er war eine außerordentlich schüchterne Person und nicht nach außerhalb auf missionarische Arbeit geschickt. So widmete er sein Leben der Beichtseelsorge und einem Ordensleben der Meditation, des Gebetes und der Kasteiung und gab anderen das Zeugnis einer tiefen Gesinnung von Armut.

Nachdem er in den Kommunitäten von Astorga (León) und Madrid gewesen war, wurde er nach Cuenca versetzt. Bei Ausbruch des Bürgerkrieges wurde er gedrängt, die Kommunität zu verlassen und, wie es bei den anderen Mitbrüdern der Fall war, im Ort bei einer Familie in deren Privatwohnung zu leben. Um der Aufmerksamkeit der Verfolger zu entgehen und sich weiter seelsorglich zu betätigen, zog er es vor, in den Straßen der Stadt Betteln zu gehen.

Verschiedene Male von der Miliz in Haft genommen, wurde er schließlich im Mai 1938 verhaftet und ins Gefängnis gebracht, wo er, körperlich und seelisch von anderen ebenfalls im Gefängnis einsitzenden Priestern unterstützt, am 29. Mai an Ruhr starb.

 

Bruder VÍCTOR (VICTORIANO) CALVO LOZANO, C.SS.R. wurde am 23. Dezember 1896 in Horche (Guadalajara) geboren.

Mit einer ausgeprägten Neigung zum geistlichen Leben wünschte er, Priester zu werden. Leider stellten sich die Zeiten, der Widerstand seiner Familie es zu erlauben und finanzielle Zwänge gegen einen Beginn seines Studiums. Am 31. März 1919 hinterließ er seiner Familie einen Brief mit der Erklärung seiner Gründe und verließ sie, um Redemptorist zu werden.

Am 13. November 1920 machte er seine Ordensprofess und nahm den Namen Victoriano an. Im Jahre 1921 wurde er für die Kommunität der Redemptoristen in Cuenca bestimmt, wo er als Sekretär und Pförtner arbeitete. Obgleich er keine Schule besucht hatte, hatte er einen angeborenen Sinn für Kultur und zeichnete sich vor allem aus in einer tiefen Kenntnis von Aszese. Seine Oberen erlaubten ihm, geistlicher Begleiter für junge Frauen zu sein, für die er eine Reihe Exerzitien und andere Werke schrieb.

Am 10. August 1936 wurde er von der Miliz festgenommen, zum Friedhof von Cuenca gebracht und brutal ermordet.

 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Website der Provinz Madrid unter: http://testigosdelaredencion.blogspot.com/p/martires-de-cuenca.html

 

Veröffentlicht am: 2012-12-20


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