Selige Maria Celeste Crostarosa (1696-1755)


Maria Celeste Crostarosa wurde in Neapel in einer adeligen Familie geboren und bekam bei ihrer Taufe den Namen Julia. Schon als Kind hatte sie ein besonderes religiöses Empfinden.
Als 17-jährige legte sie das Gelübde der Keuschheit ab. Im Jahr 1718 trat Julia in den Karmel von Nola ein und ein Jahr später legte sie ihre Ordensgelübde ab. Sie wurde Novizenmeisterin und über-nahm später auch die Sorge für die Mädchen, die im Kloster eine Ausbildung bekamen. Durch Uneinigkeit mit der Eigentümerin des Bodens, auf dem das Kloster stand, musste das Kloster im Jahre 1723 aufhoben werden.
Auf Bitten ihres Geistlichen Begleiters Pater Thomas Falcoia gingen Julia und ihre beiden Schwestern (die auch in das Kloster eingetre-ten waren) in ein geschwächtes Kloster der Salesianerinnen (Visi-tantinnen) in Scala, um diese Gemeinschaft neu zu beleben. In die-sem Kloster sollten die Schwestern noch einmal ihr Noviziat ma-chen. Dabei nahm Julia den Namen Maria Celeste an.
Am 25. April 1725 hatte Schwester Maria Celeste die Vision, dass Gott durch sie einen neuen Orden stiften wollte. Sie nahm den Auf-trag an, bekam aber viel Widerstand; sie kam in Kontakt mit Alfons von Liguori, der anfangs sehr misstrauisch der ´illusionären Seherin´ gegenüber stand. Im Jahre 1731 wurde dann doch mit seiner Hilfe der Orden der Redemptoristinnen gegründet und die Schwestern nahmen die neue Ordensregel an.
Nachdem sie aufgrund einer Vision Alfons von Liguori davon über-zeugen konnte, dass eine männliche Entsprechung folgen müsste, stiftete Alfons die `Kongregation vom Allerheiligsten Erlöser´, auch Redemptoristen genannt. Aber der Widerstand in ihrem eigenen Kloster blieb und Schwester Maria Celeste war gezwungen, fortzugehen. Schließlich begann sie im Jahre 1738 aufs Neue mit einem Kloster in Foggia. Sie hat eine Autobiographie und mystische Werke hinterlassen.
Schwester Maria Celeste Crostarosa wurde im Jahre 2016 selig gesprochen.