Heiliger Clemens Maria Hofbauer (1751-1820))

 

Johannes Hofbauer wurde in Tasswitz, im heutigen Tschechien, geboren. Als er noch Kind war, starb sein Vater. Er wollte Priester werden, aber seine Mutter konnte die Ausbildung nicht bezahlen. Nach einer Reise zu Fuß nach Rom wurde er Werkstudent und Bäckersgehilfe in der Abtei Klosterbruck, nahe seinem Geburtsort. Aufgrund eines Krieges zog er sich als Einsiedler zurück und nahm den Namen ‚Clemens Maria‘ an. Dank der Hilfe von Wohltäterinnen konnte er in Wien Theologie studieren. Bei einer Reise nach Rom kam er in Kontakt mit den Redemptoristen und schloss sich ihnen als erster Nicht-Italiener an.
Von 1787 bis 1808 gehörte er zur St. Benno Kirche in Warschau. Dort gründete er eine Armenunterkunft, ein Waisenhaus und eine Lateinschule; er sorgte für die theologische Ausbildung der Ordensleute. Zwischendurch versuchte Clemens andernorts in Europa Klöster der Kongregation zu gründen, vor allem in der Schweiz und in Süd-Deutschland. Diese Versuche scheiterten einer nach dem anderen. Noch hoffnungsloser wurde es für ihn, als Napoleon sein Kloster in Warschau aufhob. Er und seine Mitbrüder wurden vertrieben.
Clemens kehrte nach Wien zurück und nahm da seine pastorale Tätigkeit wieder auf, um das Glaubensleben zu erneuern. Er sammelte Gelehrte und Künstler um sich: Führende Personen in der Kirche und Kronprinz Ludwig baten um seinen Rat und so bekam er auch Einfluss auf den Verlauf des Wiener Kongresses (1814-1815).
Er starb am 15. März 1820, an dem Tag, an dem die Redemptoristen in Österreich offiziell zugelassen wurden.
Pater Clemens Hofbauer wurde 1909 heiliggesprochen. Der Heilige Clemens wurde zum „Patron der Stadt Wien“ erklärt. Wegen der großen Rückschläge in seinem Leben wird er „Patron in hoffnungslosen Angelegenheiten“ genannt.