Seliger José Javier Gorosterrazu Jaunarena (1877-1936)

 

José Javier Gorosterrazu Jaunarena wurde in Urroz in Navarra geboren. Gegen den Willen seines Vaters ging er mit vierzehn Jahren ins Kolleg der Kapuziner in Lecároz.
Angeregt durch zwei Volksmissionen von Redemptoristen ging er zwei Jahre später zu den Redemptoristen in Nava del Rey, wo er Schreiner wurde. Im Jahre 1896 machte er seine Gelübde. Hinterher wurde er zur Priesterausbildung der Redemptoristen in Astorga zugelassen und 1903 zum Priester geweiht.
José Javier wurde Lehrer am Jungenkonvikt in El Espino. Später wurde er Hochschullehrer am Priesterseminar in Pamplona. Er war ein Mann von großer Kultur, aber auch ein beliebter Volksmissionar, sachkundiger Beichtvater und geistlicher Begleiter. Er veröffentlichte zwei historische Werke und schrieb ein Handbuch der Philosophie. Vor seiner Gefangennahme war er beschäftigt mit einem historischen Werk über baskische Fragen.
Im Sommer 1936 wurden in dem ausgebrochenen Spanischen Bürgerkrieg Priester und Ordensleute verfolgt. José Javier hatte nach den Gefangennahmen seiner Mitbrüder Angst, war aber bereit zum Martyrium.
Am 10.August wurde er mit seinem Mitbruder Victoriano Calvo Lozano und anderen Ordensleuten von den Milizionären der Volksfront gefangengenommen, die ihnen auf dem Weg zum Friedhof von Cuenca in den Kopf schossen.
Seine sterblichen Überreste kamen in das Massengrab zu seinen Mitbrüdern und wurden im Jahre 1940 gehoben.
Pater José Javier Gorosterrazu Jaunarena wurde im Jahre 2013 seliggesprochen.