Seliger Synowij Kowalyk (1903-1941)

 

Sinowij (Zynobius) Kowalik wurde am 18. August 1903 in Ivatsjiv Dorisjnyj in der West-Ukraine geboren. Er trat bei den Redemptoristen ein und legte im Jahre 1926 seine Gelübde ab. Seine philosophischen und theologischen Studien machte er in Beauplateau in Belgien. Im Jahre 1932 wurde er zum Priester geweiht. Er arbeitete als Missionar unter den Orthodoxen Christen in Wolhynien, um die Ökumene zu fördern. Er wurde Ökonom nacheinander in Stanislaviv und Lemberg.
Pater Kowalik war bekannt als ein guter Sänger und war geliebt wegen seiner Predigten, in denen er kein Blatt vor den Mund nahm. Seine Freunde warnten ihn, dass die Kommunisten es auf ihn abgesehen hätten. Seine Reaktion war: „Wenn es Gottes Wille ist, bin ich bereit zu sterben, aber ich kann nicht ruhen angesichts so vielen Unrechts.“
In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 1940 wurde er von der Sowjetpolizei aus dem Bett geholt wegen seiner Predigt am Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Er wurde der Spionage beschuldigt. In den Monaten im Gefängnis, die folgten, wurde er 28mal verhört; regelmäßig wurde er gefoltert. Auch im Gefängnis blieb er seelsorglich für seine Mitgefangenen tätig. Infolge schwerer Stockschläge, die er erlitt, wurde er sehr krank und sein Zustand verschlechterte sich schnell.
Als die Deutschen am 29. Juni 1941 die Stadt Lemberg einnahmen, wurden die Gefängnisse wieder geöffnet. In einem davon traf man eine Menge Leichen an mit Zeichen von schwerer Folter an ihrem Körper. Einige von ihnen waren schon im Zustand von Verwesung und wahrscheinlich darum konnten die Mitbrüder P. Kowalik nicht finden. Später berichteten Zeugen, dass die Russen ihn an der Mauer des Gefängnisganges gekreuzigt hätten; nach Aussagen der Sowjetbehörden ist er hingerichtet worden.
Pater Sinowij Kowalik wurde im Jahre 2001 seliggesprochen.