Seliger Ivan Ziatyk (1899-1952)

 

Ivan Ziatyk wurde in einer armen Bauersfamilie am 26. Dezember 1899 in Odrekhova im heutigen Süd-Ost-Polen geboren. Er studierte im Priesterseminar des Griechisch-Katholischen Bistums Peremysl. Im Jahre 1923 wurde er zum Priester geweiht. Von 1925 bis 1935 war er Präfekt des Seminars und Lehrer für Katechetik. Im Jahre 1935 trat er bei den Redemptoristen ein. Nach seinem Noviziat wurde er nach Stanislaviv geschickt und danach nach Lemberg. Er gab Vorlesungen in Dogmatik und Bibelexegese in der Ausbildung der Redemptoristen.
Die Geheime Sowjetpolizei trieb im Jahre 1946 alle Redemptoristen in der West-Ukraine im Kloster von Holosko zusammen. Von dort wurden sie im Jahre 1948 in das Kloster in Univ gebracht.
Als der Provinzial der Kongregation, P. Joseph De Vocht, des Landes verwiesen wurde, übertrug er seine Befugnisse als Provinzial und Generalvikar der Griechisch-Katholischen Kirche an P. Ivan Ziatyk.
Am 24. Januar 1950 wurde Ivan Ziatyk unter der Anklage der Verbreitung der Ideen des Papstes in Rom über den katholischen Glauben und das Bestreben, jedermann zu bekehren, gefangen genommen. Nach einem Prozess, der sich über zwei Jahre hinzog, wobei er 72mal verhört und schwer gefoltert wurde, wurde er im November 1951 in Kiew verurteilt zu zehn Jahren Straflager in Sibirien. Während dieser Gefangenschaft wurde er fortwährend gefoltert.
Am Karfreitag 1952 wurde er schwer geschlagen und danach in der Kälte alleingelassen. Er starb am 17. Mai 1952 in der Krankenabteilung von Gulag Oserlag zu Ozernyi bei Bratsk.
Pater Ivan Ziatyk wurde 2001 seliggesprochen.